Das ist die Frage, die man sich vor der Anschaffung stellt — und danach selten. Dabei überrascht, was ein Hund in der Schweiz kostet: weniger wegen des Futters als wegen der Posten, die man nicht kommen sah.
Die Grössenordnung
Für einen gesunden mittelgrossen Hund rechne mit 125 bis 250 Franken pro Monat, also rund 1'500 bis 3'000 Franken im Jahr. Ein kleiner Hund zieht nach unten, ein grosser nach oben — Futtermenge und Medikamentendosen richten sich nach dem Gewicht.
Posten für Posten
Futter: 600 bis 1'200 CHF pro Jahr. Der dehnbarste Posten. Zwischen Supermarkt-Trockenfutter und Premiumnahrung kann sich die Rechnung für denselben Hund verdreifachen.
Routine-Tierarzt: 300 bis 500 CHF pro Jahr. Impfungen, Entwurmung, Parasitenschutz, eine jährliche Kontrolle. Das ist das Minimum, vor jedem unvorhergesehenen Fall.
Haftpflichtversicherung: 80 bis 150 CHF pro Jahr. Sie deckt Schäden, die dein Hund anderen zufügt. In vielen Kantonen ist sie obligatorisch und überall dringend zu empfehlen: Ein Hund, der einen Verkehrsunfall verursacht, kostet ein Vielfaches der Prämie.
Hundesteuer der Gemeinde: 50 bis 200 CHF pro Jahr. Sie gibt es in der ganzen Schweiz, die Höhe legt aber die Gemeinde fest, teils mit tieferem Tarif ab dem zweiten Hund. Schau auf der Website deiner Gemeinde nach — die Unterschiede sind real.
Kranken-/Operationsversicherung: 200 bis 600 CHF pro Jahr. Freiwillig. Die Rechnung ist nicht eindeutig — siehe unten.
Zubehör und Diverses: 100 bis 300 CHF pro Jahr. Bett, Leine, Spielzeug, Beutel, Transport, Fellpflege.
Die Kosten am Anfang
Das erste Jahr ist immer das teuerste. Das Tier selbst kostet im Tierheim 300 bis 600 Franken, beim Züchter oft 1'500 bis 3'500 Franken. Dazu kommen die Kennzeichnung mit Mikrochip und die Registrierung in der nationalen Datenbank — für jeden Hund in der Schweiz Pflicht —, die Kastration, falls du dich dafür entscheidest, und die Erstausstattung.
Der Posten, den niemand einplant
Unvorhergesehene Tierarztkosten. Eine Operation — verschluckter Fremdkörper, Kreuzband, Fraktur — liegt häufig zwischen 2'000 und 5'000 Franken, manchmal darüber. Der Betrag kommt auf einen Schlag, ohne Vorwarnung, und ist der häufigste Grund, warum Hunde im Tierheim landen.
Zwei Wege, sich vorzubereiten: eine Operationsversicherung oder eine monatliche Rücklage. Die Versicherung lohnt sich vor allem bei Rassen mit bekannten Veranlagungen und bei jungen Hunden (die Prämien steigen mit dem Alter, Vorerkrankungen sind meist ausgeschlossen). Keine der beiden Optionen ist absolut »die richtige«: Das ist eine persönliche Abwägung, und wir können dir nicht sagen, welche für deine Situation passt.
Wo man sparen kann — und wo nicht
Sparen kann man beim Zubehör: Das richtige Bett zweimal zu kaufen kostet mehr, als es einmal richtig zu kaufen, und eine Kiste voller Spielzeug wirkt weniger als drei gewechselte (mehr dazu im Artikel über den Hund, der alles zerstört). Auch die richtige Grösse auf Anhieb hilft — siehe unseren Leitfaden zu Hundebett-Grössen.
Nicht sparen sollte man bei Parasitenschutz, Impfungen und der jährlichen Kontrolle. Das sind die Ausgaben, die die grossen Rechnungen verhindern.
Die genannten Beträge sind Grössenordnungen für die Schweiz, keine garantierten Tarife. Sie variieren stark nach Kanton, Gemeinde, Rasse und Tierarzt.
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